Bewegungsunschärfe vermeiden – Die Einstellungen

Bewegungsunschärfe vermeiden.Eine kurze Belichtungszeit ermöglicht das Einfrieren, sich bewegender Motive. Ein Hund im Sprung eingefroren

Wir haben also alle Vorkehrungen getroffen um durch uns und fremdeinwirkende Verwacklungen, so gut es geht zu vermeiden. Da wir, "die Kamera" sich nicht nur bewegen kann, sondern auch unser Motiv und die Umgebung, sind wir bei dem nächsten Punkt angelangt.

 

Was ist eine Bewegungsunschärfe!

Die Bewegungsunschärfe ist, wie es der Name bereits verrät, eine Unschärfe die durch Bewegungen entsteht und dreht sich um alles was sich vor der Linse bewegt, "bewegen kann". Zum Beispiel: Gras, Bäume, Autos, Wasser und und und...).

Nun haben wir die Qual der Wahl! Möchte man die Bewegungsunschärfe vermeiden oder kreativ anwenden? Wie Sie sich vielleicht schon denken können, ist es gerade am Anfang sehr wichtig die Zusammenhänge der verschieden Funktionen zu verstehen. Tipp: Konzentriere Sie sich erst darauf die Bewegungsunschärfe zu vermeiden um sie hinterher gezielt und kreativ anwenden zu können.

 

Das Motiv und die Situation

Bei der Verwacklungs-/ und der Bewegungsunschärfe spielt die Verschlusszeit eine wichtige und große Rolle.

Gehen wir jetzt einmal davon aus, das Sie die Bewegungsunschärfe vermeiden möchten um ein sich bewegendes Motiv einzufieren. Da jetzt verschiedene Faktoren zusammen kommen wird es jetzt zwar etwas komplizierter. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen um alles zu verstehen und durch praktische Übungen zu verinnerlichen.

Faktoren & Zusammenhänge

  • Um ein sich bewegendes Motiv einfrieren zu können, brauchen Sie eine kurze (schnelle Verschlusszeit).
  • Je kürzer ihre Verschlusszeit ist, umso mehr Licht brauchen Sie für ein korrekt belichtetes Foto.

 

Zwei Möglichkeiten / Kameraeinstellungen:

Damit mehr Licht auf den Sensor trifft: Eine offene Blende z.B:  f1.8 - f4. (Achtung: Verringert die Schärfentiefe)

Sollte eine offene Blende nicht reichen: Einen höheren ISO-Wert einstellen (Achtung: Rauschen kann entstehen)

 

In diesem Beispiel war ich in folgender Situation:

Ich wollte Jamie (den Hund) dabei fotografieren, wie sie einen Schneeball fängt. Die Lichtverhältnisse waren trotz des reflektierendem Schnee relativ schlecht. Es schneite und war ziemlich trüb. Da ich eine Verschlusszeit von 1/750 Sek wollte, habe ich die Zeitautomatik verwendet. So konnte ich mir sicher sein, das Jamie auf jedefall eingefroren ist. Jetzt musste ich mich um das Licht kümmern und die Kameraeinstellungen anpassen. Durch eine geringere Brennweite lies sich die Blende auf f4,5 öffnen und hatte somit auch noch genug Schärfentiefe. Damit das Bild jetzt noch kerrekt belichtet wird, habe ich den ISO-Wert auf 400 eingestellt.
Zusammengefasst: Ich habe mir am Anfang die Frage gestellt: Was ist mir am wichtigsten? Da ich mich dazu entschieden habe Jamie einzufrieren, war eine kurze Verschlusszeit notwendig und habe somit alle anderen Kameraeinstellungen der Verschlusszeit angepasst.
Beispiel:

In diesem Beispiel habe ich die Bewegungsunschärfe durch eine kurze Verschlusszeit verhindert.

*Einstellungen: ISO: 400 / Brennweite: 35mm / Blende: f4,5 / Verschlusszeit: 1/750Sek.

Ein Hund im Sprung
Hinweis: Die Bewegungsunschärfe gibt es natürlich nicht nur bei großen Motiven auf und kann einem gerade in der Landschaftsfotografie den Nerv rauben. Gerade dann wenn man es nicht gebrauchen kann, kommt der Wind auf und alles bewegt sich. Unscharfe Bäume, Blätter usw. können die Folge sein.

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